Abschlusskonzert 2002
Das Festival
Das Thema
Konzerte/Workshops
Künstler und Dozenten
Werkstätten
Anmeldung, Preise, Kontakt
Sponsoren
Archiv CembaloTage
Impressum
Künstler und Dozenten 2016

Ensemble Philomusici

ENSEMBLE PHILOMUSICI

Im Zentrum des gemeinsamen Konzertierens der beteiligten Musiker steht die Leidenschaft für die Musik und die historische Aufführungspraxis. Um dieser Idee eine gemeinsame Plattform zu geben und eine kontinuierliche Entwicklung zu ermöglichen, gründete Robert Schlegl das Ensemble Philomusici. Die beteiligten Musiker singen bzw. spielen europaweit in den renommierten Ensembles für ,Alte Musik': Oltremontano, Musica Fiata, L'Arpeggiata, Concerto Köln, Akademie für Alte Musik Berlin, Collegium Vocale Gent, Weserrenaissance, L'Orfeo Barockorchester, Concerto Palatino u.v.m. und vereinen den reichen Erfahrungsschatz zu einem eigenen Ensembleklang.
Dabei bildet das Ensemble einen festen Kern bestehend aus Sopran, Zink, Posaune, Laute und Orgel und erweitert diese Besetzung je nach Bedarf um weitere Instrumentalisten und Sängerinnen.


Michael Borgstede MICHAEL BORGSTEDE
Der Cembalist, Fortepianist und Organist Michael Borgstede gilt auf historischen Tasteninstrumenten als einer der aufregendsten Virtuosen seiner Generation. Nach seinem Studium am Königlichen Konservatorium in Den Haag bereiste er als Solist und als Mitglied des Kammermusik- ensembles Musica ad Rhenum ganz Europa, die USA, Asien, Südamerika und den Nahen Osten und ist bei den wichtigsten Festivals und in den traditionsreichsten Konzerthallen aufgetreten. Zum Wintersemester 2014 wurde Michael Borgstede als Professor für Cembalo und Generalbass an die Hochschule für Musik und Tanz Köln berufen.

Seine etwa zwei Dutzend CD-Produktionen wurden von der Kritik mit Begeisterung aufgenommen. Schon die Debut-Aufnahme mit dem Gesamtwerk des französischen Komponisten François Couperin wurde mit dem angesehen Editor's Choice der britischen Fachzeitschrift Gramophone ausgezeichnet. Die niederländische Tageszeitung de Volkskrant sprach von "einer wahren Schatzkiste" und die amerikanische Fachzeitschrift Fanfare stellte fest, es gebe "keine Entschuldigung, eine Produktion nicht anzuschaffen, die reichen Lohn für viele kommende Jahre" biete. Nicht weniger enthusiastisch waren die Reaktionen auf das Vier-CD-Set mit Cembalowerken Georg Friedrich Händels. Das deutsche Magazin Fono Forum und die spanischen Kollegen von Scherzo waren sich einig in der Einschätzung, dass es sich um "eine neue Referenzeinspielung" handele. Michael Borgstedes letzte Solo-Aufnahme mit dem Cembalowerk der Forquerays wurde mit dem Diapason d'Or ausgezeichnet - wie auch seine Kollaboration mit dem Traversflötisten in einer Aufnahme der Flötensonaten und des Musikalischen Opfers Johann Sebastian Bachs.
In seinen Aufnahmen wie in Konzerten strebt Michael Borgstede stets nach einem kontrastreichen, dramatischen Interpretationsansatz, der der Expressivität und dem rhetorischen Affekt der Barockmusik Genüge tut. Neben seiner ausgiebigen Konzerttätigkeit und Lehrtätigkeit an der Hochschule in Köln hat Michael Borgstede an verschiedenen Institutionen unterrichtet und wird regelmäßig eingeladen, internationale Meisterkurse und Lesungen zur "Historischen Aufführungspraxis" zu geben.

In den Jahren 2004 bis 2014 war Michael Borgstede ausserdem als in Israel stationierter Nahostkorrespondent tätig - zunächst für die Frankfurter Allgemeine Zeitung, dann für DIE WELT und WELT am SONNTAG. Seine Artikel führten unter anderem zur Nominierung als "Nachwuchs- journalist des Jahres" des Medienmagazines V.I.S.D.P. Sein 2008 im Herbon-Verlag erschienenes Sachbuch "Leben in Israel - Alltag im Ausnahmezustand" brachte ihn als Gast unter anderem in die ZDF-Talkshow ,Nachstudio' sowie auf das ,Blaue Sofa' der Buchmesse Leipzig.


Ada Tanir ADA TANIR
kam nach ihren Studien am Staatlichen Konservatorium von Ankara in den Fächern Klavier und Musikwissenschaft nach Berlin. Zunächst studierte sie Musiktheorie bei Prof. Jürgen Ganzer und im Nebenfach Cembalo bei Armin Thalheim an der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" Berlin. Im Anschluss studierte sie zwei Jahre Cembalo in der Klasse von Prof. Mitzi Meyerson an der Universität der Künste Berlin. Aufbauend absolvierte sie ihren Master of Music bei Prof. Christian Rieger an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Sie konzertiert als Solistin und als Continuospielerin u.a. mit Orchestern wie L'arte del mondo und Folkwang Kammerorchester. Im kammermusikalischen Bereich ist sie Mitglied in den Ensembles Afflato, ombre et soleil, und Bellamira.


Sonja Kemnitzer SONJA KEMNITZER
studierte zunächst Klavier und Blockflöte. Ihr darauf folgendes Cembalostudium absolvierte sie mit Auszeichnung. Zu ihren Professoren zählen namhafte Musiker wie Ketil Haugsand, Christoph Rousset, Michael Schneider und Han Tol. Mit ihren Ensembles (Consort of Five, Ensemble Travertino) und dem Geiger Stephan Schardt konzertiert sie weltweit, in Deutschland war sie zu Gast beim Oberstdorfer Musiksommer, den Tagen Alter Musik in Georgsmarienhütte, in der Alten Oper Frankfurt und in der Berliner Philharmonie.
Die Cembalistin und Blockflötistin Sonja Kemnitzer ist eine vielseitige Musikerin und gefragte Kammermusikpartnerin. Sie war Preisträgerin des TIM Wettbewerbes 2007 sowie der Gesellschaft für Neue Musik in Frankfurt am Main.


LENNEPER KAMMERORCHESTER
Das Lenneper Kammerorchester wurde im Herbst 1971 gegründet, um zur Einweihung des Gemeindezentrums Hasenberg mit feierlicher Musik aufzuwarten. Der damalige Solobratscher Kurt Mögling des Remscheider Orchesters wurde damals von den Pfarrer Dr. Bunte und dem Geiger Hans Zimmer gebeten, ein Kammerorchester zusammen- zustellen, was auch gelang und bis heute anhält. Die Besetzung variierte in den Jahren zwischen 12 und fast 30 Mitgliedern und bestand fast ausschließlich aus Streichern. Heute hat das Orchester sein Repertoire erheblich erweitert und spielt Musik aus allen Bereichen, bei Oratorien mit Chor und bei Gottesdiensten.
Das Abschlusskonzert der Lenneper Cembalotage ist seit Bestehens des Festivals ein fester Bestandteil im Konzertkalender des Ensembles.


ULRICH VAN AAKEN
Jahrgang 1951, begann nach Abschluss des Schulmusik- studiums eine Lehre im Klavier- und Cembalobau bei der Fa. Piano Funk in Mönchengladbach. In den darauffolgenden "Wanderjahren" vertiefte er seine Kenntnisse durch die Arbeit in verschiedenen Klavierbaufirmen in Nord- und Westdeutschland. Nach seiner Tätigkeit als Techniker und Konzertstimmer bei Steinway & Sons in Berlin wechselte er zur Ausbildung von blinden Klavierstimmern in das Berufsförderungswerk Veitshöchheim bei Würzburg, wo er heute als Fachlehrer tätig ist. Daneben betreut er historische Tasteninstrumente der Musikhochschule Würzburg, die Instrumente der bekannten Musikfestivals "Kissinger Sommer" und "Würzburger Mozartfest" sowie zahlreicher Musikinstitutionen und ist im unterfränkischen Raum bei Privatkunden ein gefragter Klavierfachmann. Er ist durch zahlreiche Beiträge in der europäischen Klavierbau- fachzeitschrift "europiano" hervorgetreten und wurde vom Deutschen Tonkünstlerverband als Dozent für ein Cembalo- stimmseminar verpflichtet.


VOLKER PLATTE
geboren 1961 in Remscheid, lernte zunächst in der Kunstschreinerei Schnepper in Wipperfürth. 1978 begann er seine Ausbildung zum Cembalobauer bei der Firma Sassmann in Hückeswagen. Er wurde 1982 Bundes­sieger im Leistungswettbewerb der Deutschen Handwerks­jugend mit seinem Gesellenstück und legte 1987 die Meisterprüfung ab.
Seit 1989 ist er selbständiger Cembalobaumeister, zunächst in Halver-Schwenke, seit 1994 in Remscheid-Lennep.


LUTZ WERUM
Jahrgang 1963, arbeitet seit mehr als 20 Jahren in der eigenen Werkstatt mit Meistertitel, zunächst in Hückeswagen, kurzzeitig in Lennep und seit 2000 in idyllisch gelegenem ländlichen Anwesen am Rande von Radevormwald. 1984 kam er zum Lehrbeginn von Lüneburg in das Bergische Land und fühlt sich der Region weiter verbunden. Bereits in der Zeit seiner Betriebsangehörigkeit bei Fa. Sassmann war er verantwortlich für Organisation, Ausführung und Ausbildung im Bereich Zusammenbau, Intonation und Mechanikreparatur.